Dienstag, 20. August 2019
Notruf: 112

Zwei größere Einsätze beschäftigen die Einsatzkräfte am Sonntagnachmittag.

 Sonntag, 11. August 2019

 

Am frühen Sonntagnachmittag (11.08) um 13:31 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Auerbach & Bensheim, Kräfte der DLRG Kreisverband Bergstraße, des hauptamtlichen Rettungsdienstes und ein Rettungshubschrauber mit dem Stichwort „HPWASS Person im Wasser“ an den Niederwaldsee alarmiert.

Für die Ehrenamtlichen und auch hauptamtlichen Rettungskräfte begann mit dieser Alarmierung ein dramatischer Einsatz an diesem Sonntag.

Nur zwei Minuten nach der Alarmierung der Feuerwehr rückt der Einsatzleitwagen (ELW) besetzt mit einem Zugführer und einem Führungsassistenten in Richtung der Einsatzstelle aus. Keine Minute später folgt ein voll besetztes Löschfahrzeug dem ELW. Auf der Anfahrt erfahren die Einsatzkräfte, dass vermutlich ein Kind im See zu ertrinken droht.

Zu dieser Zeit kreist bereits ein Polizeihubschrauber über den Niederwaldsee. Gleichzeitig mit dem ELW trafen ein hauptamtlicher Rettungswagen sowie ein Notarzteinsatzfahrzeug an der Einsatzstelle im Bereich der Anglerhütte ein. Nach einer kurzen Lageerkundung durch den Zugführer, der Polizei und dem Rettungsdienst stand fest, dass nicht wie vermutet ein Kind sonder ein junger Mann bereits einige Zeit im See untergegangen sein muss. Ein Angehöriger des Vermissten markierte mit einer Luftmatratze die ungefähre Stelle, wo der Mann untergegangen sei.

Bis zum Eintreffen der ersten Boote und Tauchern der DLRG, begab sich ein Trupp des ersten Löschfahrzeugs, darunter ein Rettungsschwimmer, in den See um zum einen die Person auf der Luftmatratze zu sichern und zum anderen erste Suchmaßnahmen zu starten. Die restliche Besatzung erkundete mögliche Stellen um die Boote zu Wasser lassen. Aufgrund einer fehlenden Rettungsgasse auf der Autobahn 5 sowie dem Berliner Ring die das DLRG Heppenheim, Lampertheim und Biblis als Anfahrtsweg zur Einsatzstelle nutzten, ist hier wertvolle Zeit verloren gegangen.

Gerade mal 14 Minuten nach Eintreffen des ersten Einsatztauchers der DLRG, konnte der Vermisste durch einen Taucher im See gefunden und an die Wasseroberfläche gebracht werden. Die sofort eingeleiteten Reanimationsversuche durch Kräfte aller Hilfsorganisationen waren zunächst erfolgreich, sodass der Patient Boden gebunden in den Schockraum eins nahe gelegenen Krankenhauses gebracht werden konnte. Dort verstarb er allerdings im Laufe des Sonntagnachmittags.

Freunde und Angehörige des Opfers, darunter auch einige Kinder, die sowohl beim verschwinden dabei gewesen waren, als auch im weiteren Verlauf an die Einsatzstelle kamen, wurden durch Kräfte der Notfallseelsorge zunächst an der Einsatzstelle und später in der Unterkunft des DRK Ortsverband in Bensheim betreut.

 

 

 

Noch während dem Einsatz am Niederwaldsee wurde die Technische Einsatzleitung, bestehend aus dem Einsatzleitwagen aus Auerbach und Bensheim, um 14:40 Uhr durch das Lagezentrum des Polizeipräsidium Südhessen über eine weitere Einsatzstelle direkt im Umfeld des Niederwaldsees informiert.

Eine männliche Person wurde seit den Mittagsstunden rund um den Niederwald vermisst. Das Fahrzeug des Vermissten konnte im näheren Umfeld des Sees entdeckt werden.

Da nicht auszuschließen war, dass bei der Person ein medizinischer Notfall vor lag, entschied sich die Einsatzleitung, Einsatzkräfte welche an der Einsatzstelle „Wasserrettung – Niederwaldsee“ abkömmlich waren bei der Suche des Vermissten rund um den Niederwald einzusetzen. Des Weiteren wurden umgehend mehrere Rettungshundestaffeln alarmiert, um bei der Personensuche zu unterstützen. Damit die Rettungshunde mit der Suche des Vermissten beginnen konnten, wurde durch Kräfte der Feuerwehr das Fahrzeug der vermissten Person geöffnet, um an den Geruch heran zu kommen.

Um kurz vor 18 Uhr wurden die Ehrenamtlichen der Feuerwehren Bensheim und Auerbach aus der Einsatzstelle „Personensuche – Niederwald“ entlassen. Kräfte des THW übernahmen ab sofort in Zusammenarbeit mit der Polizei den weiteren Einsatz.

Die Person konnte noch am Abend lebend durch Rettungshunde gefunden werden. Über den Zustand der Person liegen der Feuerwehr keine Informationen vor.

 

ℹ️ Um Spekulationen aus dem Weg zu gehen, ist hier ausdrücklich gesagt, dass beide Einsatzstellen nichts miteinander zu tun haben. Aber sich kurioserweise am selben Tag und an der ungefähr selben Örtlichkeit abspielten.

 

 

 

 

 

 

 

Bilder  ©Feuerwehren der Stadt Bernsheim

 

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